KontaktSitemapImpressum
 
 
 
Das Trauma
Die Stiftung
Spenden
Ich bin RETTER
Förderung
Projekte
Presse
Archiv
Aktuelles
Jobs
 
Das Mausnarkosegerät von Föhr Medical Instruments

Innerhalb der Shock Gruppe der Abteilung für Unfallchirurgie der MHH arbeiten mehrere Arbeitsgruppen mit Mausmodellen im Bereich Sepsis, hämorrhagischem Schock etc.

Seit vielen Jahren war in unserem Labor die Standardnarkose mit Ketamin und Rompun etabliert. Die Prozedur an sich ist für die Tiere mit erheblichem Stress verbunden, was bei kurzen Experimenten bereits wesentliche Parameter der Immunantwort beeinflusst hat. Die Ketamin Narkose hatte jedoch noch andere verschiedene, teils gravierende Nachteile. Zum einen wurde in verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten beschrieben, dass Ketamin einen signifikannten immun-modulatorischen Effekt ausübt, und dadurch zur Beantwortung vieler Fragestellung schlicht ungeeignet ist. Zum anderen ist die Narkose sehr schwer zu steuern, sodass immer wieder wertvolle Tiere wie Knockout Mäuse durch Überdosierung des Narkosemittels verstorben sind, ohne, dass ein Versuch stattfinden konnte. Ein weiterer Nachteil ist die kurze Dauer dieser Narkose, die dazu führt, dass man eine Maus bei idealer Narkoseeinleitung und Dosierung etwa 10 min in tiefer Anästhesie hat. Diese Zeit reicht bei vielen Fragestellungen nicht aus, um eine chirurgische Maßnahme oder ein Segment eines Experimentes in Ruhe durchzuführen, sodass hier viele Kompromisse nötig waren.

 

Dies alles waren Erwägungen zur Anschaffung des Maus-Inhalations-Narkosegerätes, welches auf der Basis eine Inhalationsnarkose mit Isoflorane arbeitet. Die Flüssigkeit wird in einem speziellen Verdampfer gasförmig gemacht und kann dann über eine Narkosemaske der Maus appliziert werden. Das Verfahren ist mit keinerlei Stress für die Tiere verbunden, die in einer kleinen Glasbox mit dem Narkosegas schlafen gelegt werden. Die weitere Narkoseführung ist wesentlich besser steuerbar als bei dem oben beschriebenen Verfahren.

 

Zusammenfassend stellt das neue Narkosegerät eine Möglichkeit zur state of the art Narkose bei Mausversuchen. Es erleichtert für alle Experimentatoren die Arbeit, führt zu besseren replizierbaren Ergebnissen und entlastet die Tiere von erheblichem Stress. In diesem Sinne profitieren alle Arbeitsgruppen des Labors, die mit Mausversuchen arbeiten, von dieser Anschaffung.